Schutz für Frauen in der Prostitution gewährleisten - Finanzierung der Beratungsstelle TAMAR sichern
Wir fordern den Kreistag Siegen‑Wittgenstein auf, die Entscheidung vom 12. Dezember 2025 zu revidieren und die Finanzierung der Prostituierten‑ und Ausstiegsberatungsstelle TAMAR Südwestfalen im Jahr 2026 wieder sicherzustellen.
Wir fordern den Kreistag Siegen‑Wittgenstein auf:
- Die Entscheidung vom 12. Dezember 2025 zu revidieren.
- Die Finanzierung von TAMAR bereits in 2026 wieder sicherzustellen.
- Die fachliche Empfehlung des Gesundheitsausschusses umzusetzen.
- Verantwortung für den Schutz von Frauen in schwierigen Lebenslagen zu übernehmen.
Unterschreiben Sie jetzt, um den Schutz von Frauen in der Prostitution zu sichern!
Starke Resonanz für den Schutz von Frauen in der Prostitution
Die Informationsveranstaltung des Deutschen Frauenrings Ortsring Siegen Anfang Februar 2026 in der Siegerlandhalle hat eindrücklich gezeigt, wie groß die Unterstützung für den Fortbestand von TAMAR Südwestfalen ist. Die Beratungsstelle arbeitet seit elf Jahren als einzige spezialisierte Anlaufstelle für Frauen in der Prostitution im Kreis Siegen‑Wittgenstein. Sie bietet psychosoziale Beratung, Gesundheitsprävention, Unterstützung bei Behördenwegen, Begleitung bei Schuldenregulierung sowie konkrete Hilfen beim Ausstieg oder Umstieg aus der Prostitution. Diese Expertise existiert im Kreis kein zweites Mal.
Gewalt gegen Frauen auf Höchststand
Das Bundeslagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten 2024“, veröffentlicht am 21. November 2025, zeigt erneut einen deutlichen Anstieg geschlechtsspezifischer Gewalt. Für die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW) bestätigt es die Entwicklungen, die in Frauenhaus, Frauenberatung, Fachberatungsstelle Menschenhandel und YUNA Westfalen-Lippe täglich sichtbar sind.
Gewalt gegen Frauen auf Höchststand
Das Bundeslagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten 2024“, veröffentlicht am 21. November 2025, zeigt erneut einen deutlichen Anstieg geschlechtsspezifischer Gewalt. Für die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW) bestätigt es die Entwicklungen, die in Frauenhaus, Frauenberatung, Fachberatungsstelle Menschenhandel und YUNA Westfalen-Lippe täglich sichtbar sind.
TAMAR muss weitergefördert werden - Evangelische Frauenhilfe fordert Rücknahme der Entscheidung
„Wer wirklich schützen will, muss die Realität anerkennen: Sexarbeit existiert“, betont Birgit Reiche, Geschäftsführerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen. Sie verantwortet die Prostituiertenberatungen THEODORA in Ostwestfalen-Lippe und TAMAR in Teilen Südwestfalens und des Münsterlandes. Reiche warnt: „Sexarbeit verschwindet nicht durch Verbote, sondern wird unsichtbarer und gefährlicher. Ein Sexkaufverbot ist Symbolpolitik – und es gefährdet genau die Menschen, die man zu schützen vorgibt.“
